Unsere Zucht

Unsere Aufzucht
Die ersten Wochen fürs Leben
Die ersten Lebenswochen unserer Welpen liegen uns besonders am Herzen.
Innerhalb kürzester Zeit entwickeln sich aus hilflosen Neugeborenen neugierige kleine Hunde, die ihre Umwelt zunehmend selbstständig entdecken.
Wir möchten ihnen dafür eine sichere, liebevolle und abwechslungsreiche Umgebung bieten.
Unsere Welpen wachsen mitten in unserem Familienleben auf. Sie erleben Kinder, andere Hunde und Katzen und lernen die Geräusche und Abläufe eines ganz normalen Haushalts kennen.
Mit zunehmendem Alter dürfen sie Stück für Stück mehr von der Welt entdecken.
Unterschiedliche Menschen, Geräusche, Untergründe und Alltagssituationen gehören ebenso dazu wie kleine Herausforderungen, Spiel und gemeinsame Erlebnisse.
Aber wir möchten aus der Welpenzeit keinen Erlebnis-Marathon machen.
So viel wie nötig – nicht so viel wie möglich.
Welpen brauchen Erfahrungen. Sie brauchen aber genauso Schlaf, Ruhe, Nähe, Sicherheit und Zeit, Erlebtes zu verarbeiten.
Unser Ziel ist deshalb nicht, nach acht Wochen eine möglichst lange Liste abhaken zu können.
Auto ✓
Staubsauger ✓
Kinder ✓
Wasser ✓
Stadt ✓
Viel wichtiger ist uns, wie ein Welpe neue Situationen erlebt.
Er soll neugierig sein dürfen. Er darf beobachten, ausprobieren, sich zurückziehen und in seinem eigenen Tempo lernen.
Wir möchten damit eine möglichst gute Grundlage dafür schaffen, dass unsere Welpen ihrer Umwelt offen und vertrauensvoll begegnen können.
Bewegung von Anfang an
Durch meinen physiotherapeutischen Hintergrund liegt mir die körperliche Entwicklung unserer Welpen besonders am Herzen.
Welpen sollen sich bewegen.
Sie dürfen klettern, balancieren, unterschiedliche Untergründe erkunden, miteinander spielen und ausprobieren, was ihr kleiner Körper schon alles kann.
Dabei geht es ausdrücklich nicht um Training oder möglichst frühe sportliche Förderung.
Es geht um Körpergefühl, Koordination, Selbstvertrauen und Freude an Bewegung – immer angepasst an Alter und Entwicklungsstand.
Genauso wichtig ist uns aber die andere Seite:
Auch Ruhe darf gelernt werden.
Gerade beim Border Collie muss nicht jeder wache Moment mit einer Aufgabe gefüllt werden.
Auf Aktivität darf Entspannung folgen. Nicht immer passiert etwas. Nicht jeder Reiz muss verfolgt und nicht jede Situation kontrolliert werden.
Denn unser Ziel ist kein acht Wochen alter Hochleistungshund.
Wir wünschen uns einen körperlich und emotional gut begleiteten kleinen Border Collie, der anschließend gemeinsam mit seinen Menschen weiter wachsen und die Welt entdecken darf.
Die Wahl der richtigen Verpaarung
Zwei Hunde – und sehr viele Überlegungen
Die Planung eines Wurfes beginnt für uns lange vor dem eigentlichen Deckakt.
Bei der Auswahl eines Zuchtpartners betrachten wir nicht nur einzelne Untersuchungsergebnisse oder einen Stammbaum.
Uns interessieren Gesundheit, Genetik, Verwandtschaft, Familiengeschichte, Körperbau, Bewegung, Wesen und Arbeitsanlagen.
Wie verhält sich der Hund im Alltag?
Wie arbeitet er mit seinem Menschen zusammen?
Wie geht er mit neuen Situationen um?
Wie gut kann er sich regulieren und zur Ruhe kommen?
Wie bewegt er sich?
Welche Stärken bringt er mit – und wo sehen wir vielleicht Eigenschaften, die wir bei der Partnerwahl berücksichtigen möchten?
Dabei suchen wir nicht nach zwei perfekten Hunden.
Wir suchen nach zwei Hunden, die sich sinnvoll ergänzen.
Denn den perfekten Border Collie gibt es nicht.
Für uns bedeutet verantwortungsvolle Zucht deshalb auch, die eigenen Hunde möglichst realistisch zu betrachten. Nicht nur ihre Stärken zu sehen, sondern ebenso die Punkte, bei denen ein möglicher Partner etwas anderes oder Ergänzendes mitbringen sollte.
Warum wir uns letztlich für eine bestimmte Verpaarung entschieden haben, möchten wir bei jedem geplanten Wurf transparent erklären.
Merle – mit Verantwortung gezüchtet
Merle gehört zur Farbvielfalt des Border Collies und ist für sich genommen zunächst eine Fellzeichnung und keine Erkrankung.
Entscheidend ist jedoch der verantwortungsvolle Umgang damit.
Bestimmte Kombinationen von Merle-Anlagen können mit einem erhöhten Risiko insbesondere für angeborene Veränderungen der Augen und des Gehörs verbunden sein. Deshalb gehört für uns die Kenntnis des genetischen Merle-Status zur Zuchtplanung.
Das Aussehen allein reicht dafür nicht immer aus.
Genetische Untersuchungen können zusätzliche Informationen darüber liefern, welche Merle-Variante ein Hund trägt und welche Kombinationen vermieden werden sollten.
Unser Ziel ist nicht, Merle zu vermeiden, sondern verantwortungsvoll damit zu züchten.
Farbe darf für uns Vielfalt bedeuten – aber niemals auf Kosten der Gesundheit.
Ohnehin steht bei unserer Auswahl nicht die mögliche Farbe der Welpen an erster Stelle.
Unser Zuchtziel ist der Hund, der dieses Fell trägt.
Gesundheit & Funktionalität
Gesundheit ist mehr als ein Untersuchungsergebnis
Als Tierärztin und Hundephysiotherapeutin liegt mir
die körperliche Gesundheit unserer Hunde besonders am Herzen.
Ein Border Collie ist ein bewegungsfreudiger und leistungsfähiger Hund. Sein Körper sollte ihn dabei möglichst ein Leben lang unterstützen und nicht unnötig einschränken.
Deshalb interessiert uns nicht nur, ob ein Hund die vorgeschriebenen Gesundheitsuntersuchungen bestanden hat.
Wir möchten auch wissen:
Wie ist sein Körper aufgebaut?
Wie bewegt er sich?
Ist sein Bewegungsablauf harmonisch und effizient?
Wie ist er bemuskelt?
Gibt es körperliche Auffälligkeiten?
Ist sein Gebäude funktionell für ein aktives Hundeleben?
Wir wünschen uns einen rassetypischen Border Collie mit einem harmonischen, funktionellen Körperbau.
Rassetypisch – ja. Extreme – nein.
Neben der allgemeinen klinischen Gesundheit berücksichtigen wir die für den Border Collie relevanten Untersuchungen des Bewegungsapparates, Augenuntersuchungen sowie verfügbare genetische Untersuchungen.
Dabei wissen wir aber auch:
Gesundheit lässt sich nicht garantieren.
Auch die sorgfältigste Zucht kann nicht verhindern, dass ein Hund im Laufe seines Lebens erkrankt. Viele Erkrankungen entstehen durch ein komplexes Zusammenspiel von genetischer Veranlagung, Entwicklung, Umwelt und weiteren Faktoren.
Verantwortungsvolle Zucht bedeutet für uns deshalb nicht, einen vollkommen risikofreien Hund zu versprechen.
Sie bedeutet, bekannte Risiken zu kennen, vorhandene Untersuchungsmöglichkeiten zu nutzen und auf dieser Grundlage möglichst fundierte Entscheidungen zu treffen.
Genetik mit Weitblick
Moderne Gentests geben uns heute Möglichkeiten, die für eine verantwortungsvolle Zucht sehr wertvoll sein können.
Wir möchten sie nutzen – aber nicht einfach Häkchen auf einer Liste sammeln.
Denn ein DNA-Test ist zunächst einmal eine Information.
Je nach Erkrankung und Erbgang kann er beispielsweise zeigen, ob ein Hund eine bestimmte genetische Variante trägt. Was dieses Ergebnis für die Zucht bedeutet, muss anschließend im Zusammenhang mit dem möglichen Partner betrachtet werden.
Ein genetischer Träger ist deshalb für uns nicht automatisch ein schlechter Zuchthund.
Der pauschale Ausschluss jedes Trägertieres kann den Genpool unnötig verkleinern. Unser Ziel ist es deshalb, bekannte genetische Risiken sinnvoll zu berücksichtigen und gleichzeitig die genetische Vielfalt der Rasse im Blick zu behalten.
Die entscheidende Frage lautet für uns nicht:
„Hat dieser Hund überall ein grünes Häkchen?“
Sondern:
„Was bedeutet dieses Ergebnis für genau diese Verpaarung?“
Neben einzelnen Gentests betrachten wir deshalb auch Abstammung, Verwandtschaft, Familiengeschichte und bekannte gesundheitliche Auffälligkeiten innerhalb der Linien.
Verantwortung
Für uns bedeutet verantwortungsvolle Zucht weit mehr,
als zwei gesunde Hunde miteinander zu verpaaren.
Wir wünschen uns Border Collies, die gesund, funktionell, wesensfest und voller Lebensfreude sind – Hunde, die gerne mit ihren Menschen zusammenarbeiten, Freude an Bewegung und gemeinsamen Aufgaben haben und gleichzeitig mitten in einer Familie leben können.
Dabei betrachten wir jeden Hund als Ganzes.
Gesundheit allein macht noch keinen guten Zuchthund.
Schönheit ebenso wenig.
Und auch ein wunderbarer Charakter kann nicht isoliert betrachtet werden.
Erst das Zusammenspiel von Gesundheit, Körperbau, Bewegung, Genetik, Wesen und rassetypischen Anlagen ergibt für uns das Gesamtbild.
Als Tierärztin und Hundephysiotherapeutin bringe ich dabei natürlich meinen eigenen fachlichen Blick mit. Ich möchte wissen, wie ein Hund gebaut ist und sich bewegt, welche gesundheitlichen und genetischen Voraussetzungen er mitbringt und wie es um
seine Familie und Abstammung bestellt ist.
Aber am Ende soll daraus kein Border Collie „nach Checkliste“ entstehen.
Wir möchten Border Collies züchten, die gerne Border Collies sind.
Border Collie bleiben dürfen
Intelligenz, Aufmerksamkeit, Sensibilität und Arbeitsfreude gehören für uns zu dieser
besonderen Rasse. Wir möchten diese Eigenschaften nicht wegzüchten, sondern erhalten.
Wir wünschen uns einen Border Collie, der gerne denkt, lernt und mit seinem Menschen arbeitet. Einen Hund, der für Hundesport, Training oder andere gemeinsame Aufgaben zu begeistern ist und dabei diese besondere Bereitschaft zur Zusammenarbeit mitbringt,
die uns am Border Collie so fasziniert.
Arbeitsfreude bedeutet für uns aber nicht permanente Beschäftigung.
Zu unserem Ideal gehört deshalb genauso ein Hund, der zur Ruhe kommen kann.
Feinfühlig, ohne ständig nervös zu sein.
Aufmerksam, ohne von seiner Umwelt permanent überwältigt zu werden. Aktiv und sportlich – aber trotzdem in der Lage, einen gemütlichen Familientag zu genießen.
Denn ein Border Collie kann fast alles – aber nicht nichts.
Und gerade deshalb gehört für uns zur Zucht dieser Rasse nicht nur die Frage nach Arbeitsanlagen, sondern auch nach innerer Balance und Alltagstauglichkeit.
Zucht bedeutet für uns Verantwortung
Was wir uns wünschen
Wir möchten nicht den perfekten Border Collie erschaffen.
Das können und wollen wir nicht versprechen.
Wir möchten unser Wissen nutzen, sorgfältig auswählen, genau hinschauen und jedem Wurf die bestmöglichen Voraussetzungen mitgeben, die in unserer Hand liegen.
Unser Wunsch sind gesunde, funktionelle, genetisch verantwortungsvoll gezüchtete, freundliche und arbeitsfreudige Border Collies, die ihre rassetypischen Eigenschaften mitbringen und gleichzeitig mitten im Leben ihrer Menschen stehen.
Hunde, mit denen man arbeiten, lernen, lachen und Abenteuer erleben kann.
Und die irgendwann nach einem langen Tag zufrieden neben ihren Menschen liegen und einfach nur Hund sein dürfen.
Das ist unsere Vorstellung von CaniFlow Border Collies.
Was unsere Welpen mitbekommen
Wenn unsere Welpen in ihre neuen Familien ziehen, möchten wir ihnen nicht nur ein Welpenpaket mitgeben.
Uns ist wichtiger, was sie bis dahin erfahren haben und welche Informationen ihre Menschen über sie bekommen.
Zu jedem Welpen gehören selbstverständlich die für Alter und Zuchtverband vorgesehenen Unterlagen und Gesundheitsmaßnahmen sowie eine Dokumentation seiner bisherigen Entwicklung.
Dazu kommen Informationen zu Fütterung, Alltag und den ersten Wochen im neuen Zuhause sowie Dinge, die den Übergang in die neue Familie erleichtern sollen.
Und natürlich bekommt jeder Welpe etwas Vertrautes aus seinem ersten Zuhause mit auf den Weg.
Was genau in unserem Welpenpaket enthalten sein wird, werden wir vor unserem ersten Wurf noch ausführlich vorstellen.
Das Wichtigste lässt sich ohnehin nicht in eine Tasche packen:
Unsere Welpen sollen Menschen bekommen, die sich auf sie freuen – und Menschen zurücklassen, die sich auch nach ihrem Auszug für ihr Leben interessieren.
Der Weg zu eurem CaniFlow-Welpen
1. Kontakt
Ihr erzählt uns ein bisschen über euch, euren Alltag und eure Vorstellungen von einem Leben mit Border Collie.
2. Kennenlernen
Wenn wir das Gefühl haben, dass es grundsätzlich passen könnte, möchten wir euch näher kennenlernen – und natürlich dürft ihr genauso uns kennenlernen.
3. Gemeinsam warten
Ist die Verpaarung erfolgt und die Trächtigkeit bestätigt, nehmen wir unsere zukünftigen Familien gerne mit durch diese besondere Zeit.
4. Die Welpen sind da
Nach der Geburt beginnt für uns eine intensive und wunderschöne Zeit. Wir beobachten die Entwicklung jedes einzelnen Welpen und lernen nach und nach die kleinen Persönlichkeiten kennen.
5. Das passende Team finden
Natürlich dürfen Wünsche hinsichtlich Geschlecht oder Fellfarbe eine Rolle spielen.
Sie sollen aber nicht allein darüber entscheiden, welcher Welpe zu welchem Menschen zieht.
Je besser wir die Welpen kennenlernen, desto mehr können wir Temperament, Verhalten und individuelle Eigenschaften berücksichtigen.
Unser Wunsch ist deshalb, gemeinsam das Mensch-Hund-Team zu finden, das möglichst gut zueinander passt.
6. Der Auszug
Dann kommt irgendwann der Tag, auf den sich die neuen Familien wahrscheinlich viel mehr freuen als wir. 😉
Unsere kleinen CaniFlows ziehen in ihr neues Zuhause – mit ihren Unterlagen, allem Wichtigen für die erste gemeinsame Zeit und vermutlich einer ziemlich emotionalen Züchterin im Hintergrund.
7. Und danach?
Dann beginnt eure eigentliche Geschichte erst.
Wir möchten gerne erfahren, wie sich unsere Welpen entwickeln, und unseren Familien auch nach dem Auszug als Ansprechpartner zur Seite stehen.
Gerade hier möchte ich auch mein tiermedizinisches und physiotherapeutisches Wissen einbringen und euch bei Fragen zur Entwicklung, Bewegung und Gesundheit eures Hundes begleiten.
Denn mit dem Auszug endet für uns nicht die Verbindung zu unseren Welpen.
Ernährung, Gesundheit und Entwicklung
Zu einer guten Aufzucht gehört für uns auch eine hochwertige, bedarfsgerechte Ernährung, die an die jeweilige Entwicklungsphase angepasst ist.
Ebenso selbstverständlich sind eine sorgfältige Beobachtung der gesundheitlichen Entwicklung und die notwendige tierärztliche Betreuung.
Dabei betrachten wir körperliche und emotionale Entwicklung nicht getrennt voneinander.
Genetische Voraussetzungen bilden einen wichtigen Teil der Grundlage eines Hundes. Wie sich ein Welpe entwickelt, wird aber auch durch seine Umwelt, Ernährung und seine frühen Erfahrungen beeinflusst.
Auch Erkenntnisse aus der Epigenetik zeigen, wie komplex das Zusammenspiel zwischen genetischer Ausstattung und Umwelt sein kann.
Wir können die spätere Entwicklung unserer Welpen nicht vollständig steuern.
Aber wir können versuchen, ihnen möglichst gute Voraussetzungen für ihren Start ins Leben mitzugeben.
Vom Welpen zum passenden Menschen
Nicht jeder Border Collie passt zu jedem Menschen
Unsere Verantwortung endet für uns nicht mit der Geburt und auch nicht mit dem Tag, an dem ein Welpe auszieht.
Wir möchten wissen, wo und wie unsere Welpen später leben werden.
Deshalb möchten wir zukünftige Familien kennenlernen: Wie lebt ihr? Welche Erfahrungen habt ihr mit Hunden? Was möchtet ihr gemeinsam mit eurem Border Collie unternehmen? Was erwartet ihr von eurem zukünftigen Hund?
Dabei geht es uns ausdrücklich nicht darum, den „perfekten Welpenkäufer“ zu finden.
Wir suchen keine perfekten Menschen. Wir suchen passende Menschen.
Und genauso sollt ihr die Möglichkeit haben, uns kennenzulernen.
Ihr sollt wissen, wo euer Welpe geboren wird, wie unsere Hunde leben, wie wir unsere Welpen aufziehen und welche Gedanken hinter unserer Zucht stehen.
Wir wünschen uns einen offenen Austausch – und Menschen, die sich bewusst für einen Border Collie entscheiden.
